kunstwirkstoff und Tag der Offenen Türen 2009
Pressemitteilung

Sonntag, 16.08.2009 von 12 - 19 Uhr

Kunstwirkstoff öffnet die Türen in diesem Sommer zum fünften Mal in Jerxheim Bahnhof.

Am Sonntag den 16.8.2009 sind KünstlerInnen aus den Regionen Niedersachsens zwischen Hannover und Elm sowie Berlin, Leipzig und Frankfurt zu sehen und zu erleben. Ab 12 Uhr gibt es unterschiedliche Ausstellungen, experimentelle und klassische Musik, Atelierbesuche, Aktionen, Lesungen und gutes Essen vom Lindenhof aus Eilum. Die Türen schließen sich um 19 Uhr.

Mit Kunst und Aktionen bei kunstwirkstoff in Jerxheim Bahnhof öffnen sich nicht nur die Türen in ein ehemaliges Bahnbeamtengebäude aus dem 19. Jahrhundert sondern auch verwunschene Pfade, die auf fremden Spuren entdecken lassen, was Erwartungen übersteigt. Vielleicht öffnet sich die Fantasiewelt des Betrachters.

Erstmalig werden zwei Künstler präsentiert, die vor einigen Jahren verstorben sind. Mit Sensibilität und behutsamer Nachsicht werden Beispiele aus einem Lebenswerk von Andreas Ludwig (Helmstedt/Hannover) und Zeichnungen von Erich Constein (Braunschweig) vorgestellt.

Bei kunstwirkstoff begegnen sich immer wieder Künstler aus den verschiedensten Sparten; sie treffen sich, um auf unterschiedlichste Weise experimentelle und neue Wege, Seite an Seite, Raum an Raum, zu erproben und zu erforschen. Dazu gehören am Tag der offenen Türen 2009:
Franziska Rutz - Bildmontage, Julia Wally Wagner - Installation, Mano Kellner - Installation und Collagen, Andreas Kothe - Performance und Mixed Media Installation, Wolf Menzel - Malerei und Installation, Andreas Ludwig - Graphische Arbeiten und Radierungen, Jaqueline Sattler - Malerei und Siebdruck (in der Förderung junger Kunst), Tilman Thiemig mit José L. Garcia und Heinrich Römisch - eine Aktion: ArtLesung und Installation, Dietmar Becker - Projektion einer Bildreihe, Christine Brelowski mit Nadine Riske und Benjamin Stehr - klassische Musik, Uschi Korowski - Installation und Malerei, Nico Jäkel - Photographien, Erich Constein - Zeichnungen, Eru und Seven of Eglise - Performance Art und experimentelle Musik, Nicola Späth - 'doodle[ings]' als Projektion neuester Arbeiten, Matthias Geiges, Potsdam/Berlin - elektronisch, experimentelle Percussions sowie live Performance Art u.a. von Torsten Adrian, Eva Förster als Teilnehmer des T.a.T. Performance Art Workshops 2009, Jerxheim Bahnhof.

Der Name kunstwirkstoff steht für Werkzeug zur elementaren Abwicklung und Produktion von Performance Art Workshops und Klang-Art Aktivitäten. Kunstwirkstoff ist Basisstätte für das internationale Kunstprojekt, transit station, Ausstellung als Ereignis, welches 2010 in Kopenhagen stattfinden wird  (www.transitstation.de).

Kulturerweiterung entsteht aus einem reichen 'Ideentank' und öffnet den Blick in den Zusammenschluß von interdisziplinären Kunstpraktiken und dem urbanen Landleben an einem Ort, der eigentlich ein Bahnhof ist (war).

Und Kulturerweiterung geschieht an verborgenen Orten. Jerxheim Bahnhof ist eine Ansiedlung von historischen Bahnbeamtengebäuden aber die Bahnhofstrasse 33 wird jährlich zum Erlebnis mit den Spuren aus vergangener Eisenbahngeschichte und zeitgenössischer Kunst.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

     
 
 
     
 
Dagmar Glausnitzer-Smith
Pressemitteilung zur Retrospektive
kunstwirkstoff 2009
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Nico Jäkel
Helmstedter Blitz
Ankündigung
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Nico Jäkel
Helmstedter Blitz
Bericht
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  Artikel der Braunschweiger Zeitung  
     
     
     

     
 
Regjo -
Regional-Journal für Südostniedersachsen, I/2008
kunstwirkstoff
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Regjo -
Regional-Journal für Südostniedersachsen, I/2008
kunstwirkstoff
            152 kb
     

     
 
kunstwirkstoff und Tag der Offenen Türen

Sonntag, 17.08.2008 von 12 - 19 Uhr

kunstwirkstoff in Jerxheim Bahnhof öffnet am Sonntag, 17.08.2008 zwischen 12 und 19 Uhr, die Türen noch ein zweites Mal in diesem Jahr. Besonderer Anlaß ist die Ausstellung der Künstlerin Anja-Alexandra Kaufhold aus Braunschweig, die bei kunstwirkstoff in Jerxheim Bahnhof erst kürzlich einen Artist-in-Residenz Aufenthalt beendet hat.
Dieser Aufenthalt gibt dem Künstler oder der Künstlerin in Abgeschiedenheit, verbunden mit der Natur und offenen Räumen im Haus eine Möglichkeit, die individuelle Arbeit zu vertiefen und ohne alltägliche 'Ablenkung' sich einzig der Kunst und dem Schaffensprozeß zu widmen.

Anja-Alexandra Kaufhold sagte kurz vor ihrer Abreise: “ Mich interessieren und faszinieren die Fragen, die eine Arbeit stellt. Bei jedem Bild habe ich den Eindruck: ich weiß nichts. Die Malerei ist für mich eine unendliche Reise.“ Um Fragen und einen kritischen Blick geht es dabei in Gesprächen mit der Künstlerin Dagmar I. Glausnitzer, die zu reflektiven Diskussionen während einer 'künstlerischen Klausur' zur Verfügung steht.

Maren Panke aus Groß Schwülper, Creativ - die Werkstatt, positioniert Skulpturen im Garten und auf dem Dachboden. Sie sagt, “ ...das Wichtigste in meiner Zusammenarbeit mit dem Holz ist der Respekt vor diesem Langzeitgewächs. David Nash, britischer Bildhauer, hat einmal gesagt, dass dem Holz eine Art Urintelligenz innewohne und somit ist das Holz für mich Lehrer und Material in Einem…”

Volker Linne zeigt eine Photoinstallation 'Waldzeichen' sowie den Photofilm, das 'wohltemperierte Quadrat'. Basis sind drei Quadrate, die sich verändern, vertont mit der Musik von F. Chopin.

Birgit Dziudzek präsentiert eine Rauminstallation "Fäden des Lebens". Über ihre Arbeit berichtet sie: “Aus 'Mut der Frauen' - Biografien fließen Fäden auf Bilder, die sowohl bemalt wie bestickt sind. Die Fäden selbst in Form der Doppelhelix, DNA, treffen von einem Kunstwerk auf das Nächste und kreuzen sich in einer Ecke des Raumes. Ähnlich wie Fadenspielen, Fadenkreuzen, einen eigenen Raum finden, erahnen, suchen...”

Es gibt am Sonntag in Jerxheim Bahnhof noch ein 'Highlight'. Der Kriminologe und Autorenleser Arnim Rütters führt die Besucher mit einem rätselhaften Fall in ein Labyrinth des Grauens. Rütters liest über einen schlesischen Serienmörder von 1920. Dazu versammelt er seine Zuhörer in den Holzkabinetten des Dachbodens im ehemaligen Bahnbeamtenhaus der Bahnhofstrasse 33. Arnim Rütters ist in Braunschweig bekannt durch seine Lesungen bei Floßfahrten auf der Oker.

Anna Gatjal, Bildhauerin aus Berlin bringt eine lebensgroße Skulptur (digital) nach Jerxheim Bahnhof: Marsyn.

Nicola Späth zeigt als Grafiken ihre 'doodlings'. Der Name 'doodle[ings]' verbildlicht den Prozess der Dingwerdung. Erst durch die bewußte Formgebung [Einführung der eckigen Klammer und der Endung] - die Modifikation - bildet sich etwas Neues heraus - etwas Klares aber Mystisches, etwas Strukturiertes aber Chaotisches etwas Fokussiertes . Aus Kritzelei wird Kunst?

Dr. Frank Morath aus Köln und Ewa Förster aus Halle präsentieren ihre Arbeiten jeweils als Live Performance. Weitere Künstler sind Andreas Kothe 'Performance und Ausstellung mit Reise-Digeridoo', und Wolfgang Schmidt zeigt eine Installation sowie Sonja Wegener, Lehrbeauftragte für Photografie-Geschichte an der HBK Braunschweig, gibt Einblicke in themenbezogene Photographien.

Für die Gaumenfreuden kommen die Bio-Bauern aus Eilum, Lindenhof , Markus Euskirchen und Ilse Rakoski mit frischen Ernte Produkten.

Dagmar I. Glausnitzer-Smith und Alexander Rues sind die Begründer von kunstwirkstoff. Als Aktionshaus bieten sie am 21.8.2008 ein ganztägiges Seminar an für die Artist–in-Residence und Kunstinteressierte. Im Gespräch sind Gedanken über Ideenentwicklung im künstlerischen Prozess sowie analytische Sehweisen in der Malerei. Glausnitzer-Smith ist professionelle Künstlerin und Senior Lecturer in London und wird dieses Seminar leiten.

Die Umgebung der Samtgemeinde Heeseberg und Helmstedt auch eingebettet in der urbanen Braunschweiger Kulturlandschaft bietet Orte, die erst im zweiten Blick außergewöhnlich erscheinen. Es gilt diese mit Körper, Objekt und Bewegung zu erforschen. Der Sinn für Raum und Zeit verliert sich.

Kulturerweiterung entsteht aus diesem reichen 'Ideentank' und eröffnet einen Einblick im Zusammenschluß von interdisziplinären Kunstpraktiken und dem urbanen Landleben an einem Ort, der eigentlich ein Bahnhof ist. Der Ort ‘Bahnhof’ ist immer noch eine Station für Durchreisende und zugleich ist Jerxheim- Bahnhof ein Zuhause an den Gleisen.

 
     
  Helmstedter Blitz, 20.08.2008       201 kb
     

     
 
kunstwirkstoff öffnet die Türen zum dritten Mal

Sonntag, 04.05. 2008 von 12 – 19:00 Uhr
Ort: Jerxheim Bahnhof, Bahnhofstrasse 33

Dagmar Glausnitzer und Alexander Rues sind die Begründer von kunstwirkstoff, einem Aktionshaus und 'Retreat' (kreatives Schaffen in Natur und Zurückgezogenheit) für Künstler und Künstlerinnen. Am Sonntag den 4.5.2008 von 12 – 19 Uhr öffnet das Haus am Bahnhof die Türen zum dritten Mal und bietet Einblick in offene Studios und Ausstellungsräume mit neuen Arbeiten von Künstlern aus der Region, Braunschweig, Berlin und London.

kunstwirkstoff ist unter Anderem Werkzeug zur elementaren Abwicklung und Produktion von Performance Art und Live Art Aktivitäten, wie auch koordiniert und vorgestellt in den transit station Events. transit station ist Ausstellung als Ereignis, die seit 2003 mit 40 internationalen Künstlern und Künstlerinnen durch europäische Städte reist (→ transitstation.de). Am 19 und 18.4. 2009 wird transit station in Kopenhagen stattfinden.

Im Umland Braunschweig-Helmstedt ist hier besonders 'Kunst in Aktion in Kunst' der Ansatz, um mit festem Schritt Spuren in der regionalen 'Kunstlandschaft' zu hinterlassen. Ziel ist, Gemeinsamkeiten durch Kunst, Musik und Kontaktbildung in experimentellen Aktionen zu erkunden. Am 4.5.2008 ist erstmalig eine Podiumsdiskussion mit Gesprächspartnern aus den Bereichen Philosophie, Journalismus und der Kunst-Theorie geplant.

Es wird diskutiert über einen möglichen “Ver-ordneten Realitätsbegriff – Gibt es ihn und ist er richtungsweisend in der Kunst heute?”

Gesprächsleiter Christian Mann stellt das Thema unter folgenden Aspekten vor:

  • künstlerische Schaffensprozesse, Reflexionsbedingungen, Erfahrbarkeit von Zeit und Umwelt - werden sie von einem neuen 'kollektiven Schicksalsbegriff' eingeschränkt?
  • macht sich die 'Dingwelt' den Menschen untertan?
  • wird der Einfluss auf den Verlauf des eigenen Lebens - und damit das (künstlerische) Selbstbewußtsein - einem 'Rollenspiel' geopfert?
  • Wer oder was setzt die gesellschaftlichen Bezugspunkte in diesem 'Rollenspiel'? oder
  • Welchen Stellenwert haben die Anforderungen des Systems auf eine selbstbestimmende Entwicklung der Künstler und Künstlerinnen?

Teilnehmer: Dietmar Becker, Philosoph, Poet und Künstler und Christian Mann sowie Besucher und Interessierte

 

Zitat von R. Menasse:

"Gedanken sind frei, aber es ist eine Karikatur künstlerischer Freiheit, wenn Gedanken nur um Entlastung und nicht um Befreiung kreisen."

⇒  Textem Verlag
Robert Menasse  'Die Zerstörung der Welt als Wille und Vorstellung'

 

Künstler- und Künstlerinnen aus verschiedensten Richtungen werden ihre Werke präsentieren. Unter anderem Marina Klett, Berliner Malerin, Eru und Seven of Eglise (Dagmar I. Glausnitzer-Smith und Alexander Rues) mit Performance und Klangarbeit (basierend auf der kosmischen Oktave), Barnim Schultze, Akasha Project, elektronische Musik mit Molekularvertonung, Musik basierend auf der kosmischen Oktave von B.E.L. (Brain Entertainment Laboratory), Christine Brelowski, Kompositionen mit der Gambe, Andreas Kothe, Malerei, Brigitte Constein-Gülde Malerei, Mathieu Cortin mit Skulptur Installation, die Malergruppe SMS: Wolfgang Schmidt, Wolf Menzel, Martin Seidel, Melanie Schaller Malerei, Performance von Natalie Bikoro aus London, Eva Förster präsentiert eine Gleisperformance mit dem Identitätskoffer, Nicola Späth zeigt Graphiken und Eckart A. Glausnitzer präsentiert neue Collagen auf der Grundlage von Albrecht Dürer.

'Kunst oder Gemüse?': Sonderausstellung von Athena, Bianca Otto und Norbert Haiduk aus Eilum.

Kulturerweiterung entsteht aus einem reichen 'Ideentank' und eröffnet einen Einblick in den Zusammenschluß von interdisziplinären Kunstpraktiken und dem urbanen Landleben an einem Ort, der eigentlich ein Bahnhof ist (war).
Der Ort Jerxheim-Bahnhof ist immer noch eine Station für Durchreisende, jedoch nur noch als Metapher, denn der Zug hält seit Dezember 2007 nicht mehr in Jerxheim Bahnhof. Mittlerweile verkehren jedoch stündlich wieder kleine KVG Busse an Wochentagen.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

  Braunschweiger Zeitung,
Helmstedter Ausgabe, 5.5.2008
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  Helmstedter Blitz, 7.5.2008       227 kb
  transparent,
Kultur-Magazin der IHK Braunschweig,
Juni 2008, Nr. 43
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kunstwirkstoff und Tag der Offenen Türen
Sonntag, 29.4. 2007 von 12 – 19:00 Uhr
Ort: Jerxheim Bahnhof, Bahnhofstrasse 33

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Presseveröffentlichung
über den ersten Tag der offenen Tür
am Sonntag, den 13. August 2006

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